Mini-Gasanlagen sind erwünscht

2912009halleHalle-Eggeberg (hego). Die auf dem Hof Pahmeyer in Eggeberg geplante Biogas-Anlage kann aus Sicht der Stadt Halle gebaut werden. In der Rekordzeit von knapp 15 Minuten handelte der Tiefbau- und Umweltausschuss das Thema ab. Nun werden sich noch der Bau- und Planungsausschuss und der Rat damit befassen müssen.

Entgegen der jenseits des Berges in Halle geplanten Großanlage mit 1,4 Megawatt elektrischer Leistung erzeugt die Eggeberger Biogasanlage gut ein Zehntel dieser Leistung, nämlich rund 160 Kilowatt Strom. Deshalb gehört sie zu den Kleinangelagen, die an einen landwirtschaftlichen Betrieb angegliedert im Außenbereich privilegiert errichtet werden dürfen. Hier ist nur eine normale Baugenehmigung nötig. Als Probleme zeigten die städtischen Bauamtsmitarbeiter die Nähe zum sensiblen Quellbereich der Hessel und zum angrenzenden Golfplatz auf. In der weiteren Debatte wurde allerdings festgestellt, dass zur Klärung der möglichen Gefahr für die Hessel-Quelle ein Behördentermin angesetzt ist. Außerdem hat der Bauherr Nutzungsänderungen für Silos angeboten, um schon baulich eine Distanz zum Quellbereich zu bekommen. Die Nachbarschaft zum Golfclub Teutoburger Wald und die befürchteten Geruchsbelästigungen wurden in der Sitzung nicht diskutiert, allerdings hat der landwirtschaftliche Betrieb hier eine besonders starke Position. In der Biogas-Anlage in Eggeberg sollen vornehmlich eigene, im knapp 400 Hektar großen Betrieb angefallene landwirtschaftliche Produkte vergoren Werden.



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