Vier von zehn Tennisrasenplätzen werden neu angelegt

„Diese Samenmischung ist identisch mit der in Wimbledon“, so Ralf Weber, Turnierdirektor der GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen, der rund 100.000 Euro in das Neuanlegen von vier Rasentennisplätzen investiert. © GERRY WEBER WORLD

„Diese Samenmischung ist identisch mit der in Wimbledon“, so Ralf Weber, Turnierdirektor der GERRY WEBER OPEN in HalleWestfalen, der rund 100.000 Euro in das Neuanlegen von vier Rasentennisplätzen investiert. © GERRY WEBER WORLD

Halle in Westfalen. Die Tennis-Rasenplätze rund um das GERRY WEBER STADION in Halle in Westfalen werden während des ATP-Tennisturniers GERRY WEBER OPEN arg in Mitleidenschaft gezogen. Am Ende des zehntägigen Turniers ist dies dem Rasen auch anzusehen und für die Greenkeeper gibt es manuell Einiges zu tun. Insgesamt zehn Tenniscourts gilt es ganzjährig zu kultivieren, wobei bekanntermaßen die Centre Court-Fläche nach dem Turnier wieder aus der Tennisarena herausgebracht wird. Die liegt dann sozusagen im Freien und kann sich von Federers oder Hewitts Laufwegen „erholen“.

„Vor ein paar Jahren haben wir bereits den Centre Court neu anlegen müssen“, so Turnierdirektor Ralf Weber (46), „denn im Stadion herrschen andere Luftverhältnisse vor, als im Freien. Auf Grund des Daches und der vor knapp vier Jahren gebauten Cateringebene herrscht innerhalb des Stadions kaum noch eine Luftzirkulation vor. Deshalb haben wir ja auch die Rasenbelüftung entwickelt, um die Rasenfläche im Gerry Weber Stadion während der Turniertage in einem optimalen spielfähigen Zustand zu präsentieren.“ Die Haller Rasenbelüftung war im Übrigen auch ein Thema während des Besuchs am 10. Juni von Philip Brook, dem Vizepräsident des All England Lawn Tennis Clubs von Wimbledon, bei den GERRY WEBER OPEN. Seit im Londoner Vorort an der Church Road der Centre Court ebenfalls mit einem Dach versehen ist, stellen sich auch dort andere Gegebenheiten für den Rasen ein. „Bei meinem Besuch in der vergangenen Woche bin ich nochmals darauf angesprochen worden“, so Weber, „und ich habe ihnen natürlich unsere Kooperationsbereitschaft zugesagt.“

Die mittels einer Schälmaschine (im Hintergrund) abgetrennte bisherige Rasenfläche hat seine Schuldigkeit getan und Turnierdirektor Ralf Weber nimmt dies noch einmal in Augenschein. © GERRY WEBER WORLD

Die mittels einer Schälmaschine (im Hintergrund) abgetrennte bisherige Rasenfläche hat seine Schuldigkeit getan und Turnierdirektor Ralf Weber nimmt dies noch einmal in Augenschein. © GERRY WEBER WORLD

Während der Centre Court-Rasen gegenwärtig kein Thema ist, sind die übrigen Tenniscourts zwei bis fünf inzwischen derart in Mitleidenschaft gezogen worden, dass gegenwärtig im Schatten des GERRY WEBER Stadions diese vier Plätze erneuert werden. Dies bezieht sich aber nicht nur auf die Rasenfläche, auch die Ebenheit der Plätze als solches ist nicht mehr gegeben. „18 Jahre haben im wahrsten Sinne des Wortes seitens der Tennisprofis Spuren hinterlassen“, meint Ralf Weber, der rund 100.000 Euro in die vier neuen Rasentennisplätze investiert.

Derzeit sind die Greenkeeper dabei, die Rasendecke mittels einer Schälmaschine in einer Dicke von drei Zentimetern vom Untergrund abzutrennen. Die so rasenfrei gelegte Tennisfläche wird anschließend mittels eines Lasergerätes nivelliert und auf dieser ebenen Fläche erfolgt das Auftragen des Bodens. Rund 60 Tonnen dieses >Surrey Loams<, eine natürliche Mischung aus Lehm und Sand für Tennisrasenplätze, wird auf die vier Plätze aufgebracht und anschließend erfolgt das Einsäen des neuen künftigen Rasens. Geliefert hat das Saatgut das in Betzdorf beheimatete und weltweit agierende Unternehmen Eurogreen. „Die Mischung gleicht der in Wimbledon“, so Ralf Weber, „so dass wir im kommenden Jahr tatsächlich echten Wimbledonrasen bei uns liegen haben. Und das ist mir wichtig, denn nur so können wir im kommenden Jahr tatsächlich von gleichen Gegebenheiten sprechen.“

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