Frischwasser ist gefragt wie nie

Das_kostet_das_Haller_WasserWasser ist in diesen Tagen begehrt wie nie. Die schweißtreibenden Temperaturen um die 30 Grad sorgen nicht nur für einen erhöhten Bedarf an Trinkwasser, auch der Wunsch nach Erfrischung und die Pflege von Garten und Balkon treiben den Verbrauch nach oben. Bis zu 4.200 Kubikmeter werden derzeit täglich aus den zwölf Haller Brunnen gefördert, das sind rund 20 Prozent mehr als im Durchschnitt.
„Unsere Pumpen läufen derzeit fast rund um die Uhr“, sagt Ilka Brömmelsiek, Wassermeisterin bei der Haller Energieversorgerin TWO. Auch wenn die Brunnen derzeit am Rande ihrer Kapazitätsgrenzen fördern, muss sich niemand Sorgen machen, dass das Wasser knapp werden könnte. „Die letzte Messung der Grundwasserstände hat ergeben, dass wir noch satt und reichlich Wasser haben“, so Brömmelsiek. Nur wenn Hitze und Trockenheit noch weitere drei Monate anhalten sollten, müssten die Haller zum Wassersparen aufgerufen werden.

Die Haller können ihr Wasser also weiter vorbehaltlos zum Trinken, Duschen, Blumengießen, Rasensprengen oder Planschen nutzen. Welche Kosten dabei entstehen, hat die TWO auf der Grundlage des aktuellen Arbeitspreises für Frischwasser von 1,592 Euro pro Kubikmeter und den anfallenden Abwasserkosten von 1,65 Euro pro Kubikmeter ausgerechnet. So kostet ein Glas Leitungswasser gerade einmal 0,06 Cent. Wer also als Erwachsener die empfohlene Trinkmenge von zwei Litern pro Tag mit Leitungswasser deckt, zahlt dafür nur 0,6 Cent. Zudem ist das Wasser aus der Leitung wesentlich bekömmlicher als eiskalte Getränke aus dem Kühlschrank, die den Körper zusätzlich ins Schwitzen bringen.

Größere Wassermengen werden derzeit im Garten benötigt. Wer seinen Rasen kräftig sprengt, braucht für 100 Quadratmeter rund 1.500 Liter Wasser. Die Kosten für die Bewässerung belaufen sich auf 4,86 Euro. Günstiger wird es, wenn nur die Balkonkästen bewässert werden müssen. Eine 10-Liter-Gießkanne Wasser kostet nur etwas mehr als 3 Cent. Für ein Kinder-Planschbecken mit einem Fassungsvermögen von 500 Litern sind rund 1,62 Euro fällig. Ein großer Familien-Pool mit einer Füllmenge von 6.700 Litern kostet hingegen mit 21,70 Euro pro Füllung schon doppelt so viel, wie eine Familienkarte im Lindenbad.

Um bei der Gartenbewässerung Geld zu sparen, sollten Hausbesitzer auch über den Einbau eines Garten-Wasserzählers nachdenken. Dieser erfasst nachweislich das im Garten verbrauchte und somit nicht der öffentlichen Kanalisation zugeführte Wasser. Auch wenn in Halle die Abwasserentsorgung mit 1,65 Euro/Kubikmeter günstiger als in vielen anderen Kommunen ist, kann sich die Investition von rund 80 Euro für Kauf und Montage eines Garten-Wasserzählers lohnen. Denn ab einem Verbrauch von 15 Kubikmetern Gartenwasser erstattet die Stadt die dafür anfallenden Abwasserkosten zurück. Informationen dazu gibt es im Rathaus im Fachbereich Planen, Bauen, Umwelt.

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