Arbeiten an der Grundschule sind in dieser Woche gestartet / Stadt investiert rund 95 000 Euro

Aufwändig: Das Gerüst steht bereits, die Solaranlage ist abmontiert – der Altbau der Grundschule Werther erhält ein neues Dach. Das wurde nötig, da die vergangenen beiden Winter erhebliche Schäden hinterlassen haben, wie Schulleiter Udo Lange (links) und Volker Kahmann von der städtischen Bauverwaltung bei einem Ortstermin berichten. Fotos: A. Hanneforth

Aufwändig: Das Gerüst steht bereits, die Solaranlage ist abmontiert – der Altbau der Grundschule Werther erhält ein neues Dach. Das wurde nötig, da die vergangenen beiden Winter erhebliche Schäden hinterlassen haben, wie Schulleiter Udo Lange (links) und Volker Kahmann von der städtischen Bauverwaltung bei einem Ortstermin berichten. Fotos: A. Hanneforth

Von Anja Hanneforth Werther. Die Grundschule an der Mühlenstraße hat einen Dachschaden. Und das ist durchaus wörtlich gemeint. Die Schneelast der vergangenen zwei Winter hat dem Altbau schwer zu schaffen gemacht, so schwer, dass inzwischen unbedingt eine Sanierung erforderlich ist. Und zwar schnell. Nachdem die Politik in einer Dringlichkeitsentscheidung grünes Licht für die Maßnahme gab, sind die Arbeiten in dieser Woche gestartet.

1957 wurde der Altbau der Grundschule, der zur Straße »Am Bach« liegt, errichtet. Aus dieser Zeit stammt auch das Dach, saniert wurde es in der Zwischenzeit nicht. „Es ist also wirklich in die Jahre gekommen“, bilanziert Volker Kahmann, im Bauamt zuständiger Ingenieur für die Gebäudeunterhaltung. Einzelne Pfannen seien zwar schon mal ausgetauscht worden, mehr aber nicht.

Durch die Schneelast und insbesondere durch abrutschende Schneeblöcke hat es nun zahlreiche Pfannen irreparabel zerrissen; die Folge waren im Februar mehrere Wassereinbrüche im Obergeschoss. „An einigen Stellen hat sich die Nässe durch den Spitzboden ihren Weg in die Klassenzimmer gesucht“, schildert Schulleiter Udo Lange. Nicht dramatisch zwar, aber doch so, dass es ohne Sanierung nun nicht mehr ginge. Zumal man weitere Folgeschäden nicht ausschließen könne. Im wahrsten Wortsinn erschwerend hinzu kommt das Gewicht der Solaranlage, die das fragile Dach zusätzlich belastet.

Eigentlich war eine Sanierung des Daches für das Jahr 2012 vorgesehen. Die Schäden machen nun ein schnelleres Handeln erforderlich.

95 000 Euro stehen für die Maßnahme zur Verfügung. Am Montag wurde das Gerüst aufgebaut und damit begonnen, den Blitzschutz und die Solaranlage abzubauen. „Wir mussten während des laufenden Schulbetriebs anfangen, weil sonst die Zeit nicht ausreicht“, betont Kahmann. Die ganzen Ferien hindurch würde gearbeitet, danach weitere zwei bis drei Wochen, je nach Wetterlage auch länger. „Regen können wir jedenfalls keinen gebrauchen“, sagt Kahmann.

Am kommenden Montag rückt die Dachdeckerei Alisch an, um zunächst das Dach abzudecken – stattliche 1000 Quadratmeter. Die gesamte Erneuerung muss in Abschnitten passieren, damit die Binderkonstruktion nicht nur einseitig belastet wird.

Parallel zu den Dacharbeiten wird die Decke zu den Klassenräumen im ersten Obergeschoss gedämmt, etwas, das normalerweise ebenfalls erst für 2012 ins Auge gefasst worden war, nun aber von der heimischen Firma Michels & Wächtler zusammen mit den übrigen Arbeiten durchgeführt wird. Auch die Dachrinnen zur Südseite hin müssen erneuert werden, hier hat abrutschender Schnee und festfrierendes Eis gleich an mehreren Stellen für Schäden gesorgt.

Danach wird das Dach wieder eingedeckt und die Solaranlage montiert. Dieses Mal mit einer verbesserten Halterkonstruktion, damit deren Gewicht nicht wie bisher die Pfannen, sondern die Holzbalken belastet. „Damit ist das Dach dann auf dem neuesten Stand der Technik“, freuen sich Lange und Kahmann, wenn die Arbeiten irgendwann Ende Mai abgeschlossen sein werden.

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