Aktion »WDR 2 für eine Stadt« kündigt sich an und Werther geht wieder auf Unterschriftenfang

Bringen Werther auf die Beine: Hauptamtsleiter Guido Neugebauer, Bürgermeisterin Marion Weike sowie Jan-Philipp Paul, Ulrich Diekhaus und Reiner Stodieck von der WerbeGemeinschaft (von links) hoffen, dass die Bevölkerung wieder so toll mitzieht wie im vergangenen Jahr. Fotos: A. Hanneforth

Bringen Werther auf die Beine: Hauptamtsleiter Guido Neugebauer, Bürgermeisterin Marion Weike sowie Jan-Philipp Paul, Ulrich Diekhaus und Reiner Stodieck von der WerbeGemeinschaft (von links) hoffen, dass die Bevölkerung wieder so toll mitzieht wie im vergangenen Jahr. Fotos: A. Hanneforth

Von Anja hanneforth Werther. Der Countdown läuft: Noch zwei Wochen, dann ertönt der Startschuss zur Aktion »WDR 2 für eine Stadt«. Klar, dass Werther wieder mit von der Partie ist. Nach dem fantastischen zweiten Platz im vergangenen Jahr kann nur eine Devise gelten: „Wir wollen ins Finale. Und das wollen wir gewinnen!“, lacht Reiner Stodieck von der WerbeGemeinschaft. Doch das, ist er sich mit den übrigen Akteuren vor Ort einig, geht nur, wenn alle Bürger mithelfen. Zumal die Regeln in diesem Jahr deutlich verschärft wurden.

Was war das für ein lustiger Tag, der 1. April 2011. Ganz Werther war auf den Beinen, als die Stadt als einer von zehn Finalisten die Bürgeraufgabe bewältigen musste. Ein überdimensionales Schachspiel wollte der WDR sehen, mit lebendigen Spielfiguren, Thronsessel für König und Königin, Türmen, Zubehör für Bauern und Läufer, und, und, und …

Trotz Regenwetters und der Tatsache, dass sich Werther am Ende Warburg geschlagen geben musste, war es ein buntes Fest, das Menschen aller Generationen zusammenbrachte und einfach großen Spaß machte. „Gewonnen haben wir darum trotzdem“, findet Marion Weike. Auf der Bürgermeisterin lastete an diesem Tag eine große Verantwortung, schließlich war es an ihr, im Bürgermeister-Quiz die entscheidenden Punkte zu holen.

Was sie auch in diesem Jahr tun wird, wenn Werther das Finale erreichen sollte. „Natürlich mache ich mit“, verspricht sie – obwohl sie weiß, dass sie kaum weniger aufgeregt sein wird als 2011. „Aber mit Unterstützung aus der Bevölkerung wird es schon gehen“, lacht sie.

Bevor der WDR allerdings mit seinem großen Übertragungswagen in die Böckstiegelstadt rollt, sind die Bürger gefragt. Ohne sie, so viel steht fest, wirds nichts mit dem Finale. Unterschriften müssen her, viele tausend davon, sonst ist der Traum ausgeträumt. Ab dem 6. Februar gilts, dann liegen die Listen in allen Geschäften der WerbeGemeinschaft aus, außerdem in den Banken und Sparkassen, im Rathaus, in der Stadtbibliothek und überhaupt überall dort, wo viele Leute zusammenkommen. Jeder Bürger kann außerdem helfen, selbst auf Stimmenfang zu gehen, bei sich zu Hause in der Nachbarschaft, imVerein, bei Freunden, in der Schule, auf Partys, „einfach jede Stimme zählt“, hofft Reiner Stodieck auf viele Mitstreiter. Darüber hinaus kann wie in den Vorjahren auf der Homepage von WDR 2 »geklickt« werden, „jeder Klick bedeutet eine Stimme und kann entscheidend sein“, weiß Stodieck.

Denn gewertet wird die Menge der Stimmen im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Kleine Städte hatten es bisher leichter – und genau hier gibt es in diesem Jahr eine Änderung. Denn ab sofort kommen nicht automatisch die zehn besten Städte weiter, sondern fünf kleine Städte unter und fünf größere über 50 000 Einwohner. „Wir müssen also noch besser sein als im vergangenen Jahr“, ruft Reiner Stodieck alle Wertheraner zum Mitmachen auf.

Genau wie WerbeGemeinschafts- Vorsitzender Ulrich Diekhaus. „Die Aktion 2011 hat so viel Spaß gemacht, das wollen wir nochmal“, betont er. Ohnehin sei der 30. Juni – der Tag, den die Siegerstadt vom WDR geschenkt bekommt – schon fest im Terminkalender von Werther eingeplant. Da würde nämlich die WerbeGemeinschaft ihr 35-jähriges Bestehen feiern. „Und das wäre doch mit einem riesigen Sommer-Open-Air- Konzert toll, oder?“, fragt Diekhaus.

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