Tennis-Weltstar Martina Navratilova bestätigt Teilnahme beim Haller Jubiläumsturnier

HalleWestfalen. Ihre Rekorde sind zahlreich und sie gilt nachwievor als eine der besten Tennisspielerinnen aller Zeiten. Sie war die dominante Protagonistin ihrer Zeit: Zwei Jahrzehnte lang beherrschte Martina Navratilova die Tennisplätze weltweit und die außergewöhnliche Persönlichkeit prägte das Damen-Tennis nachhaltig wie keine andere. Die heute 55-jährige gebürtige Tschechin zog sich erst vor fünf Jahren aus dem Profisport zurück und gibt nun im kommenden Jahr ihr Debüt bei der Champions Trophy am 10. Juni (Sonntag) 2012 im Vorfeld der GERRY WEBER OPEN 2012 in HalleWestfalen.

„Weltweit gibt es wenige Sportlerinnen, die schon während ihrer aktiven Karriere zu Legenden avancierten“, so Turnierdirektor Ralf Weber, „und eine solche Athletin ist Martina Navratilova. Es freut mich, diesen Weltstar bei uns begrüßen zu dürfen.“ Seit sieben Jahren spielen und unterhalten einstige Tennisgrößen auf dem Rasen des GERRY WEBER STADION und begeistern dabei stets die Massen rund um den Centre Court. „Die Champions Trophy gehört zu den beliebtesten Veranstaltungen im Programm der Gerry Weber Open und wir führen seit einiger Zeit diese sportlichen Duelle als Mixed durch“, sagt Weber, „und den Reiz eines solchen Matches machen dabei die Paarungen von Tennisstars aus vergangenen Zeiten mit aufstrebenden deutschen Spielerinnen aus.“

Demzufolge steht sich eine nicht alltägliche Paarung zum Auftakt der 20. GERRY WEBER OPEN (09. bis 17. Juni 2012) auf dem Rasen gegenüber, denn diese zwei hochkarätigen Duos sind bei der Champions Trophy mehr als nur Nostalgie. Es sind sozusagen Tennisstars, die man schon immer einmal live erleben und sehen wollte. „Dem tragen wir Rechnung“, sagt Ralf Weber“, und lässt so die beiden Wimbledonsieger Martina Navratilova und Michael Stich miteinander spielen. Die haben anzutreten gegen Andrea Petkovic und der schwedischen Tennislegende Stefan Edberg. Im Übrigen hat der heute 43-jährige Michael Stich, zu seiner Zeit die Nummer zwei der Welt, auf seinem Weg zum Triumph in Wimbledon 1991 unter anderem Edberg im Halbfinale in drei Sätzen geschlagen und mit der aktuellen 24-jährigen Weltranglisten-Zehnten Petkovic ist das deutsche Damen-Tennis wieder in die Weltspitze zurückgekehrt.

Über Jahrzehnte hat sich Martina Navratilova in der Weltspitze behaupten können. Doch um dies zu realisieren, war sie gezwungen ihre Heimat >Tschechoslowakei< zu verlassen und zog infolgedessen in die USA. Sie wurde in Prag als Martina Subertova geboren und durch ihren Stiefvater Miroslav Navratil kam sie zum Tennissport, der zugleich ihr erster Trainer war. Als Profispielerin genoss sie das Privileg, ihr kommunistisches Land verlassen zu dürfen und trat im Alter von 18 Jahren erstmals bei den US Open an. Dort angekommen, beantragte sie politisches Asyl und lebte bzw. trainierte fortan in den Vereinigten Staaten. Die ersten Erfolge feierte sie bei den Grand-Slam-Turnieren in Australien und Frankreich und dort traf sie auf ihre schärfste Konkurrentin: Chris Evert. Beide Spielerinnen beherrschten in der Folgezeit auf eindrucksvolle Art und Weise das Welttennis.

Zu Beginn der 1980er Jahre erkannte Martina Navratilova als erste Tennisspielerin überhaupt den sportlichen Nutzen der körperlichen Athletik und die Notwendigkeit einer professionellen Fitness sowie eines speziellen Ernährungsplans für ihre Sportart. Durch diese persönliche Erkenntnis avancierte sie zur Vorreiterin des modernen Damen-Tennis und ihre Dominanz ist beeindruckend. So stellte sie beispielsweise 1983 den Rekord von 86 Siegen und nur einer Niederlage auf, eine bis heute unerreichte Bilanz für das Damen- wie auch für das Herren-Tennis.

Martina Navratilovas 34 Jahre dauernde Tenniskarriere ist außergewöhnlich an Erfolgen, Titelgewinnen und vor allem an Rekorden: Sie gewann 167 Einzeltitel, davon 18 Siege bei Grand Slam-Turnieren. Zudem siegte sie 177 Mal im Doppel und feierte dabei 31 Grand Slam-Titel sowie zehn Erfolge im Mixed. 331 Wochen stand sie an der Spitze der Weltrangliste, nur Stefanie Graf – die inzwischen seitens ihres Managements der Haller Turnierorganisation eine Absage für 2012 hat mitteilen lassen – konnte sich später mit 377 Wochen länger dort oben positionieren. Zwischen 1981 und 1987 holte sie im Einzel 432:17-Siege bei 71 Titeln, davon zwölf Grand Slams. Insgesamt verbuchte sie 59 Grand Slam-Siege, was bis heute nur von der Australierin Margaret Smith-Court mit 62 Erfolgen übertroffen wurde.

Des Weiteren ist sie mit neun Titelgewinnen sowie sechs Triumphen in Folge Rekordhalterin beim prestigeträchtigsten Tennisturnier der Welt in Wimbledon. Außerdem buchte sie acht Siege bei den WTA Tour Championships und erreichte dort zudem noch 14 Mal das Endspiel, davon zehnmal in Serie. Neben ihren zahlreichen Erfolgen und Rekorden wurde sie 2000 in die >International Tennis Hall of Fame< aufgenommen. Im Fokus der Öffentlichkeit stand Navratilova 2005, als sie gemeinsam mit der Deutschen Anne-Lena Grönefeld im Halbfinale bei den US Open stand und ein Jahre später beendete sie in New York ihre unvergleichliche Karriere mit dem letzten und 59. Grand Slam-Titel, den sie im Mixed mit Bob Bryan gewann.

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