Förster Carsten Böltz gestaltet einen ungewöhnlichen Jacobi-live-Gottesdienst unter freiem Himmel

Sägen im Gottesdienst: Das tat am Sonntag Förster Carsten Böltz, der auch die Predigt hielt. Die Hand, die er mit Hilfe einer Motorsäge aus einem Baumstamm schnitzte, spielte dabei eine große Rolle. »Heile, heile Segen« hieß nämlich das Motto. Foto: A. Schneider

Sägen im Gottesdienst: Das tat am Sonntag Förster Carsten Böltz, der auch die Predigt hielt. Die Hand, die er mit Hilfe einer Motorsäge aus einem Baumstamm schnitzte, spielte dabei eine große Rolle. »Heile, heile Segen« hieß nämlich das Motto. Foto: A. Schneider

Von Anke Schneider – Werther. Einen ganz außergewöhnlichen Gottesdienst erlebten rund 150 Gäste am Sonntag auf dem Platz vor dem Gemeindehaus. Förster Carsten Böltz gestaltete den Jacobilive- Gottesdienst mit einer beeindruckenden Predigt – und mit der Motorsäge.

Als Förster ist Carsten Böltz vor allem für den Staatswald in Borgholzhausen zuständig. Dort hat er bereits das eine oder andere Kunstwerk hinterlassen. Mit der Motorsäge schnitzt er nämlich in Rekordzeit Tiere und andere Skulpturen aus Baumstämmen. „Speedcarving nennt man das, was so viel bedeutet wie Schnellschnitzen“, klärte er die Gottesdienst-Besucher auf. In Amerika sei das eine viel praktizierte Sportart.

»Heile, heile Segen« lautete das Motto des Gottesdienstes und es erinnerte an ein Kinderlied, dass gesungen wurde, wenn Kinder auf die Nase gefallen waren. Nachdem im Anspiel in der Sonntagabend-Talkrunde verschiedene Mitglieder der Vorbereitungsgruppe ihre Zweifel daran geäußert hatten, dass all ihr Tun von Gottes Segen begleitet wird, betrat der Förster die Arena. Er schnitzte aus einem Baumstamm eine Hand. „Eine Segen spendende Hand“, sagte er.

Dann erzählte er die Geschichte von Jacob und der Himmelsleiter. Er berichtete, dass Jacob mit einem Trick den Segen des Vaters erschlichen hat, der eigentlich für seinen älteren Bruder Esau gedacht war. Weil Jacob ein schlechtes Gewissen bekommt, flieht er und sieht eines Nachts die Himmelsleiter. Am Ende steht Gott, der Jacob zusichert, gesegnet zu sein. „Das war der erste Segen, den Gott einem Menschen zuspricht“, sagte Böltz.

Der Förster erklärte, dass Jacob Jesus gesehen habe, lange bevor er geboren wurde. Schon im Johannes-Evangelium werde den Menschen versprochen, dass Jesus zu den Menschen kommt, um die Liebe Gottes zu ihnen zu bringen und den Fluch Esaus von ihnen zu nehmen. „Das Kreuz war ein Blitzableiter“, so Carsten Böltz weiter. Der Fluch, der uns alle treffen sollte, traf Jesus am Kreuz.

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